
Nicht du - Liebesbriefe an jemand anderen
Ein Brief soll helfen, die richtigen Worte zu finden. Doch aus einem einzigen Liebesbrief werden viele. Alex schreibt an Marie, immer weiter, immer genauer – als ließe sich mit Worten eine Nähe herstellen, die im Leben nicht zu greifen ist.
Ich habe das Gefühl, wenn man zu lange an eine Person denkt, ohne dass sie hin und wieder auftaucht, um das Bild zu korrigieren, hört sie irgendwann auf eine Person zu sein.
Die Briefe führen zurück zu durchwachten Nächten auf Leipziger Balkonen, zu verpassten Küssen und misslungenen Beziehungen. Sie erzählen von einer Pandemie, in der selbst der Onlineunterricht kafkaeske Züge annimmt, und von einem Alltag, in dem selbst die größte Tragödie komisch bleibt. Vor allem aber erzählen sie von einer Liebe, die immer mehr Raum einnimmt, bis andere Menschen aus dem Blick geraten. Doch je länger Alex über die Liebe zu Marie nachdenkt, desto drängender werden die Fragen: Was ist tatsächlich passiert – und warum ist die Vergangenheit so viel schöner, als die Gegenwart?
Alex – der Name ist geändert – hatte mich gebeten, beim Verfassen der Briefe zu helfen. Drei Jahre lang haben wir jede Woche mein Arbeitszimmer geteilt. Während Alex versuchte, sich schreibend einem anderen Menschen zu nähern, hat Alex’ Liebe auch mich verändert.
Genre: Literarischer Briefroman mit Herausgeberkommentaren
Umfang: 200 Seiten (Patreon-Fassung) Schauplatz: Leipzig, in den 2010er-Jahren Veröffentlichung: 2022–2025 auf Patreon
Die Briefe erschienen zunächst einzeln und sind auf Patreon mit Herausgeberkommentaren weiterhin zu lesen. Eine vervollständigte Fassung sucht noch nach einem Verlag.